04. Februar 2013

Das neue Ding von Tine Thing:Funkelndes Trompeten-Recital von Tine Thing Helseth

Die Frau ist gut für ein Understatement: "Tine" heißt schlicht das neue Album der norwegischen Trompetenvirtuosin Tine Thing Helseth.
Auch mit dieser dritten EMI-Veröffentlichung kann man sicher sein: Wieder einmal wird die scheinbar so kühle Blonde aus dem Norden ein brodelndes Gemisch von Emotionen entfachen und mit ihrer spektakulären Virtuosität Publikum wie Kritik begeistern. Wer bisher schon über die Vielseitigkeit der 1987 in Oslo geborenen Musikerin ins Staunen geriet, kann nun eine Steigerung erleben: Tine Thing Helseth spielt zusammen mit der Pianistin Kathryn Stott Musik von Ibert bis Puccini, von de Falla bis Kreisler, von Glasunow bis hin zur großen Hindemith-Sonate!

Wie viele andere Trompeter auch hat Tine Thing Helseth ein gesundes Verhältnis zu Arrangements: Wenn es musikalisch überzeugt, wenn es ihrer Virtuosität dient und sich neue Facetten einer Musik daraus ableiten lassen, spielt sie (eigene) Bearbeitungen – so etwa zwei Salonstücke der Violinlegende Fritz Kreisler, aber auch Lieder von Giacomo Puccini – Gesänge, die abseits seiner Opern entstanden, aber zu Unrecht im Schatten der großen Arien stehen.

Ihnen zur Seite auf Tines Album: Canciones von Manuel de Falla – temperamentvoll-expressive spanische Gegenstücke zu den Puccini-Liedern - außerdem Werke von Tines Landsleuten Edvard Hagerup Bull und Oistein Sommerfeldt.

Im Zentrum dieses vielfältigen Programms steht Paul Hindemiths Trompetensonate – eines der bedeutendsten Kammermusikstücke für das Blechblasinstrument überhaupt.