21. September 2012

Das Beste der »Königin der Klarinette": Die Konzertaufnahmen von Sabine Meyer

Es gibt Instrumente in der klassischen Musik, die erst durch gefeierte Virtuosen so richtig populär geworden sind. So zum Beispiel die Klarinette.

Seit Jahrzehnten sorgt Sabine Meyer dafür, dass das schwarze Blasinstrument mit dem enormen Tonumfang eine Spitzenstellung in der Beliebtheit der Musikliebhaber einnimmt. Nun widmet EMI Classics der Künstlerin eine Sammelbox mit sämtlichen Konzertaufnahmen aus Sabine Meyers Electrola-Zeiten 1985-95 – darunter nicht nur die Klassiker von Mozart oder Weber, sondern auch so manche Meyer-Entdeckung!

Wer „Klarinette“ sagt, meint sie: Sabine Meyer, die Solistin von Weltrang, die das Holzblasinstrument so in den Mittelpunkt gerückt hat, dass sich sogar bloße Gelegenheits-Klassikhörer für vorher Unbekanntes begeistern. Ob die Werke der Mannheimer Familie Stamitz, ob Konzerte von Franz Krommer oder Carl Maria von Weber: Früher begann so manches Meyer-Interview noch mit der Frage, wie man denn mit der Klarinette Karriere machen könne, wo das Instrument doch mit Solo-Literatur nicht gerade gesegnet sei – ein Vorurteil, das die Solistin längst durch eine Fülle von Aufnahmen widerlegt hat. Die preisgekrönten Einspielungen der Stamitz-Konzerte gehören ebenso zu den Schätzen in Sabine Meyers Diskografie wie die Werke von Franz Krommer, der wie Carl Stamitz ein Zeitgenosse der Klassik war und ohne die Solistin unbekannt geblieben wäre. Auf der Box zeigt sich die Solistin auch als Partnerin im Ensemble – etwa in Mozarts Sinfonia concertante oder in Krommers Doppelkonzerten, die sie mit ihrem Bruder Wolfgang Meyer musiziert.