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24. August 2010
Meilensteine mit Beethoven und Schönberg, Berg, Webern

Genau drei Jahrzehnte ist Simon Rattle bei EMI Classics unter Vertrag. Mit einer Einspielung von Sibelius' Sinfonie Nr. 5 fing es 1980 an. Ein riesiges Repertoire hat der heutige Chef der Berliner Philharmoniker seitdem eingespielt und sich immer wieder auf das Spannungsfeld von Tradition und Moderne eingelassen. Meilensteine seiner Diskografie erscheinen seit Jahren in der RATTLE-EDITION. Die beiden aktuellen Boxen umfassen Rattles Beethoven-Aufnahmen sowie Werke der Zweiten Wiener Schule (Schönberg, Berg und Webern).
2003 sorgte Rattle gleich zwei Mal mit Beethoven für Furore: Zum einen hatte er die Sinfonien mit den Wiener Philharmonikern live eingespielt und dafür schon in den Konzerten Lobeshymnen wie »überwältigende Präzision« oder »idyllische Schönheit« geerntet. Mit den Berlinern und einem herausragenden Ensemble, zu dem u.a. Angela Denoke, Jon Villars und Thomas Quasthoff gehörten, legte er dann einen maßgeblichen Fidelio vor. Beide Aufnahmen sind neben weiteren Dokumenten auf der 9 CDs umfassenden Beethoven-Box vertreten. - Rattles Beschäftigung mit dem Schönberg-Kreis reicht weiter zurück: Seine Berliner Produktion der monumentalen Gurre-Lieder war eine der ersten Großtaten an der Spree. Sie fügt sich hier ein mit Einspielungen weiterer wichtiger Werke der Frühmoderne, unter anderem mit Rattles Ensembles aus Birmingham: So etwa Schönbergs Monodram Erwartung, Orchesterstücke von Schönberg und Webern sowie die wegweisende Aufnahme von Alban Bergs Violinkonzert mit Gidon Kremer.