15. August 2012

Highlights & Raritäten: Maria Callas mit ihren Studio- & Live-Recitals

Sie ist der Gesangsmythos schlecht-hin. Ihre Fans gehen noch, viele Jahr-zehnte nach ihrem Tod in die Millio-nen. Wer sich mit Maria Callas befasst, steht einem diskografischen Erbe gegenüber, das selbst Kennern noch viel Neues bietet.

Ein interessanter Aspekt ist die Unterscheidung zwischen Live-Dokumenten und Studio-Aufnahmen. Beide Bereiche zeigen ganz spezifische Seiten ihrer künstlerischen Ausstrahlung. Nun erscheinen die Studio Recitals und die Live Recitals als Wiederauflage in zwei großen Boxen – allesamt aus der Glanzzeit der legendären Superdiva.


Die Box The Live Recitals dokumentiert auf 10 CDs alle mitgeschnittenen Solo-Konzerte von Maria Callas – entstanden zwischen London, Paris, Amsterdam, Dallas und Hamburg in den Jahren 1952 bis 1963. Die Auftritte bilden gewissermaßen den roten Faden in der Entwicklung der Sängerin und dokumentieren ihren unerbittlichen, fast übermenschlichen Willen zur Perfektion. Ergänzt wird das Material durch ein Interview mit dem englischen Dirigenten Edward Downes von 1968. Maria Callas singt hier auch Repertoire, mit dem sie nie auf der Bühne gestanden hat – und genau das gilt auch für die 13 CDs umfassende Box The Studio Recitals, die auf 2 CDs zudem eine Sammlung von Raritäten präsentiert: Zu Lebzeiten der Künstlerin nie frei gegebene Einspielungen aus den 50ern und 60ern, außerdem eine Testaufnahme aus dem Jahre 1953, die lange verschollen war und erst in den 80ern wieder auftauchte.