12.10.2009
Biografie: Oktober 2009
Biografie
Sir Simon Rattle (Dirigent)
Simon Rattle, 1955 in Liverpool geboren, gehört zu den gefeiertsten Dirigenten und ist in Konzertsälen in aller Welt gefragt. Im Oktober 2009 erhielt Simon Rattle das Bundesverdienstkreuz für seine musikalischen Leistungen sowie für sein vorbildliches Engagement (in Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern) im Rahmen des Education-Projekts Zukunft@BPhil. Die Liste seiner zahlreichen, internationalen Auszeichnungen sowohl für seine Musik wie für sein pädagogisches und soziales Engagement ist lang, dazu gehören Adelstitel, Ehrendoktorwürden und drei Grammys. Darüber hinaus wurde er mit dem spanischen Premio Don Juan de Borbón de la Música 2008 und der polnischen Goldmedaille "Gloria Artis" ausgezeichnet.
Seit der Spielzeit 2002/03 ist Simon Rattle Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. Für sein großes Engagement im Bereich der Jugendförderung erhielt er Anfang 2007 die "Goldene Kamera" der Fernsehzeitung Hörzu. Im selben Jahr wurden er und die Berliner Philharmoniker in New York zu Internationalen UNICEF-Botschaftern ernannt.
Eine der bislang längsten und wichtigsten Phasen seiner Karriere hat Simon Rattle von 1980 bis 1998 beim City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) verbracht - seit 1990 als Chefdirigent. Zahlreiche erfolgreiche Tourneen durch Europa sowie in die USA und nach Fernost belegen die intensive Zusammenarbeit, die 1999 bei den "South Bank Show Awards" mit dem "Outstanding Achievement" ausgezeichnet wurde.
Simon Rattles immens breit gefächertes Repertoire reicht von der Alten Musik bis zur Moderne. Seine Fernsehserie auf Channel 4, "Leaving Home", das bisher ehrgeizigste Projekt über die Orchestermusik des 20. Jahrhunderts, wurde im Herbst 1996 ausgestrahlt und erhielt 1997 den "BAFTA"-Preis für die "Beste Kunst-Sendung/Serie".
Nach zwei herausragenden Aufführungen von Schönbergs "Gurreliedern" eröffnete Rattle 2002 die neue Ära der Berliner Philharmoniker mit Mahlers 5. Sinfonie. Bei den Festspielen in Aix-en-Provence hatten Rattle und die Berliner Philharmoniker im Sommer 2006 damit begonnen, den kompletten Wagner-"Ring" aufzuführen. Mit der "Götterdämmerung" fand das Projekt nun im Juli 2009 seinen Abschluss.
Simon Rattle ist seit 1978 unter Exklusivvertrag bei EMI Classics. Seine umfangreiche und vielseitige Diskografie ist mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen gekrönt. Herausragende Einspielungen sind u.a. "Porgy and Bess", Schönbergs "Gurrelieder", Messiaens Alterswerk "Eclairs sur l'au-delà", Orffs "Carmina Burana", Orchesterlieder von Benjamin Britten, mehrere Aufnahmen mit Werken von Karol Szymanowski, Sinfonien von Beethoven und immer wieder Mahler. Die Live-Aufnahme von Mahlers 10. Sinfonie mit den Berliner Philharmonikern erhielt 2001 einen Grammy für die "Beste Orchesterdarbietung".
Weitere Marksteine in Rattles Diskografie sind die mit einem Classical Brit Award 2007 ausgezeichnete Live-Einspielung von Gustav Holsts "The Planets" und der Soundtrack zum Film "Das Parfum" (Produzent: Bernd Eichinger, Titelmusik: Tom Tykwer). Nachdem Simon Rattle, die Berliner Philharmoniker und der Berliner Rundfunkchor 2008 mit einem Grammy für den Live-Mitschnitt von Brahms "Ein Deutsches Requiem" geehrt wurden, erhielten die Musiker 2009 erneut einen Grammy, dieses Mal für die Aufnahme von Strawinskys "Psalmen-Sinfonie" (wiederum in der Kategorie "Beste Chor-Aufführung"). Diese Einspielung wurde außerdem mit einem ECHO Klassik 2009 als "Chorwerk-Einspielung des Jahres" ausgezeichnet.
Mehr unter www.simon-rattle.de
Oktober 2009
