24.08.2009
Biografie: August 2009
Biografie
Vivica Genaux (Mezzosopran)
Vivica Genaux hat sich mit ihrer überwältigenden Stimme als eine der führenden Interpretinnen ihrer Generation des Barock- und Belcanto-Repertoires etabliert. Die aus Fairbanks/Alaska stammende Mezzosopranistin erhält an den renommiertesten Musikbühnen der Welt begeisterten Beifall für ihr erstaunliches technisches Können und ihre lebendigen Charakterporträts. Mit drei Rollen aus Rossini-Opern hat sich die charmante Interpretin besonders profiliert: Rosina in "Il barbiere di Siviglia", Angelina in "La Cenerentola" und Isabella in "L'Italiana in Algeri".
Zahlreiche Preise hat Vivica Genaux bereits gewonnen: u.a. erhielt sie 1997 einen der begehrten ARIA Awards, wurde 1999 von den Dresdner Musikfestspielen als "Artist of the Year" geehrt, 2002 wurde sie für ihre stupende Leistung bei der Virgin Classics-Einspielung von Händels "Arminio" mit dem internationalen Handel Prize ausgezeichnet. 2007 folgte der Christopher Keene Award, 2008 der Maecenas Award.
Nach einem von Publikum wie Kritik begeistert aufgenommenen Recital in der New Yorker Carnegie Hall 2002 mit einem hochvirtuosen Programm von Barock bis hin zu spanischen Zarzuela-Arien, trat sie 2003 bei den Münchner Opernfestspielen als Penelope in Monteverdis "ll ritorno d'Ulisse in patria" auf, beides mit dem Münchner Kammerorchester unter Christoph Poppen; diese Partie hatte sie bereits bei den Münchner Opernfestspielen 2001 mit großem Erfolg bei Publikum wie Kritik gesungen.
Zu weiteren Highlights ihrer Karriere zählen u.a. ein Programm mit Rossini-Arien beim Prager Herbst 2004 sowie Händels "Arminio" mit dem Concertgebouw; ihr erster Romeo in Bellinis "I Capuleti e I Montecchi" und Arsace in Rossinis "Semiramide" an der Minnesota Opera; Johann Adolf Hasses Barockrarität "Marc' Antonio e Cleopatra" in Paris; Urbain in Meyerbeers "Les Huguenots" zur Eröffnung des neuen Opernhauses in Bilbao; die Titelrolle in Händels "Giulio Cesare" an der Washington Opera; die Titelrollen in Händels "Arminio" und Vivaldis "Giustino" beim Classic Opernair Solothurn/Schweiz; Hassem in der Donizetti-Rarität "Alahor in Granata" in Sevilla/Spanien; die Titelrolle in "Ariodante" an der Dallas Opera; und Selimo in Hasses Barockoper "Solimano" an der Deutschen Staatsoper Berlin im Februar 1999 (mit René Jacobs als Dirigent).
Vivica Genaux debütierte bei zahlreichen Festivals u.a. den Dresdner Musikfestspielen und dem Festival Lyrique d'Été in Antibes. 2008 gab sie mit Rossini-Arien bei den BBC Proms ihr Debüt. Für die Saison 2009/2010 ist ein Auftritt beim italienischen Stresa Festival geplant. Bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2010 wird sie ihr Debüt in Hasses "Piramo e Tisbe" mit Europa Galante unter Fabio Biondi geben.
Vivica Genaux' erste Virgin Classics-Aufnahme, Händels Oper "Arminio" (Titelpartie) mit Il Complesso Barocco unter Alan Curtis, wurde von der Kritik enthusiastisch besprochen. Die Welt-Ersteinspielung von Vivaldis Oper "Bajazet" unter Fabio Biondi, bei der auch Vivica Genaux mitwirkte, wurde für einen Grammy 2006 nominiert. Für ihre im Oktober 2009 erscheinende CD "Pyrotechnics" hat Vivica Genaux Arien von Vivaldi ausgewählt - darunter etliche Raritäten und Ersteinspielungen.
Vivica Genaux studiert bei der renommierten Belcanto-Spezialistin Claudia Pinza, der Tochter des legendären Bassisten Ezio Pinza, und lebt heute in der Nähe von Venedig.
Mehr auf www.vivica-genaux.de & www.vivicagenaux.com
August 2009
