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09. September 2009
Lucia Popp zum 70. & Erinnerungen an die ganz Großen: Fünf neue ICONs

Die Serie ICON widmet sich intensiv dem Vermächtnis der Größten der Großen. Ob Sänger, Dirigenten oder Instrumentalisten: Die hier vertretenen Künstler haben Einspielungen hinterlassen, die nicht nur zu den Juwelen des Klassik-Repertoires gehören. Sie waren selbst Inspirationsquelle für neue Werke, Vorbild für nachfolgende Generationen und Persönlichkeiten, an denen sich jeder, der heute ein Podium oder eine Bühne besteigt, messen lassen muss. Wie etwa an Lucia Popp, der 1993 im Alter von 54 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere verstorbenen großen Mozart- und Strauss-Sängerin.
Oder Yehudi Menuhin: Lange bevor es das Wort »Crossover« überhaupt gab, bewegte er sich über die Grenzen der klassischen Musik hinaus und nahm mit dem Jazzgeiger Stéphane Grappelli Improvisationen auf, die heute zu Legenden geworden sind. Der Dirigent Leopold Stokowski ist nach wie vor wegen seiner berühmten romantisch angehauchten Bach-Bearbeitungen berühmt. ICON zeigt nun, dass der Künstler weit mehr zu bieten hatte: Er war ein Förderer der modernen Musik seiner Zeit. Er dirigierte Werke von Zeitgenossen wie Bartók, Frank Martin, Barber oder Schönberg. Apropos Zeitgenossen: Der Komponist Franz Lehár schrieb seine schönsten Tenorpartien für den Freund Richard Tauber, der freilich auch ein begnadeter Opernkünstler war — wie seine große, 1993 viel zu früh verstorbene Kollegin Lucia Popp, die in diesem Jahr am 12. November ihren 70. Geburtstag feiern würde. Mit Nathan Milstein erinnert ICON an einen der ersten großen Geiger des fonografischen Zeitalters — mit Repertoire von Bach bis Wieniawski.
