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24. August 2009
Komponisten mit eigenen Werken: COMPOSERS IN PERSON auf 22 CDs

Man stelle sich vor, Bach, Mozart, Beethoven und viele andere Meister der klassischen Musik wären schon im Besitz der Tonaufzeichnungsgeräte gewesen. Wir hätten klingende Beispiele dafür, wie die großen Komponisten ihre Werke interpretiert haben wollten, könnten buchstäblich den Meistern am Cembalo oder am Hammerklavier »auf die Finger hören«. Für Bach, Mozart und andere kam die Fonografie zu spät. Nicht aber für die Komponisten des frühen 20. Jahrhundert. Ihre Interpretationen eigener Werke versammelte in den 90er Jahren die ambitionierte CD-Serie COMPOSERS IN PERSON, die jetzt gesammelt in einer opulenten 22-CD-Box erscheint.
Viele Komponisten glänzten auch als großartige Instrumentalsolisten oder Dirigenten: Béla Bartók zum Beispiel hat unerreichte Einspielungen seiner eigenen Klavierwerke hinterlassen. Paul Hindemith, vor seiner Komponistenkarriere Konzertmeister des Frankfurter Opernorchesters, sorgte für mitreißende Interpretationen seiner Kammermusik, wobei er als Bratschist auftrat. Auch einige seiner Orchesterwerke hat er mustergültig dirigiert — als klingende Vorbilder späterer Komponistengenerationen. Aber nicht nur die Meister der frühen Moderne sind in der Box COMPOSERS IN PERSON dokumentiert: Auch Spätromantiker wie Edward Elgar, Hans Pfitzner, Richard Strauss oder Manuel de Falla sind dabei — letzter übrigens als Solist in seinem Cembalokonzert. Große Pianisten ihrer Zeit waren auch Dimitri Schostakowitsch und Sergej Prokofieff. Und Komponisten wie Charles-Marie Widor und Olivier Messiaen sorgten für die ersten bedeutenden Orgelaufnahmen.
