14. November 2008

Vom Grand Canyon zum Big Apple: Die Serie American Classics geht weiter

Neben Pop-Musik und Jazz hat das »Land der unbegrenzten Möglich-keiten« auch eine ganz große Klassik-Tradition aufzuweisen. Seit Antonín Dvorák als Lehrer in New York mit seiner Sinfonie Aus der Neuen Welt den Amerikanern beibrachte, wie man mit einem großen Sinfonieorchester umgeht, blüht hier ein Musikleben, das viele originär amerikanische Traditionen besitzt: Ein riesiges, sich über das gesamte 20. Jahrhundert erstreckende Panorama über diese Musik bietet die Serie American Classics, die jetzt um zehn Titel reicher wird.
Spätromantik und Moderne, Sinfonik und Kammermusik, Jazzeinflüsse und avantgardistische Experimente: Die amerikanische Musik des 20. Jahrhunderts steckt ein so weites Feld ab, dass man Schwierigkeiten hat, die Fülle zu bündeln. American Classics ordnet sich vor allem nach den Komponistenpersönlichkeiten, bietet aber in den aktuellen Folgen zusätzlich zwei CDs mit amerikanischen Klaviersonaten. Zu den großen Landschaftsillustratoren der USA gehören sicherlich Aaron Copland, Samuel Barber und Ferde Grofé, der mit seinen farbigen Suiten über den Grand Canyon, über die Mississippi-Landschaft oder das Death Valley in den 30er und 40er Jahren sehr erfolgreich war. Zwischen Klassik und Jazz bewegt das amerikanische Allroundgenie Leonard Bernstein, während John Cage als namhafter Avantgardist dabei ist. Die Einspielungen versammeln auch hochrangige amerikanische Interpreten: So etwa Thomas Hampson, Deborah Voigt, Barbara Hendricks, David Shifrin und eine Reihe amerikanischer Orchester.