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21.12.2007
Alban Berg Quartett Dezember 2007
Alban Berg Quartett
Günter Pichler (Violine) · Gerhard Schulz (Violine)
Thomas Kakuska (Viola · 2005 verstorben) · Isabel Charisius (Viola)
Valentin Erben (Violoncello)
Seit mehr als 30 Jahren konzertiert das Alban Berg Quartett regelmäßig in den Musikmetropolen der Welt sowie im Rahmen bedeutender Festspiele. Das Quartett gestaltet seinen eigenen Zyklus im Wiener Konzerthaus (wo es 1971 debütierte und heute Ehrenmitglied ist), in London (nach 15 Jahren als Associate Artists der Royal Festival Hall nunmehr ab der Saison 2005/06 als Artist Laureate), im Théâtre des Champs Elysées in Paris, im Züricher Opernhaus, in der Kölner Philharmonie und in der Alten Oper in Frankfurt/Main.
Ihre unabdingbare Aufgabe sehen die vier Streicher darin, ein Höchstmaß an Übereinstimmung mit dem jeweils interpretierten Werk zu erreichen und den Bogen des Repertoires von der Klassik bis zur Avantgarde zu spannen. Der Name Alban Berg Quartett steht für diese Gesinnung.
Mit derselben Intensität und gleichem Verantwortungsbewusstsein widmen sie sich auch dem künstlerischen Nachwuchs. So lehren sie als Professoren an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien sowie seit 1993 auch an der Kölner Musikhochschule. Im Juli 2005 erlitt das Quartett mit dem Tod seines Bratschisten Thomas Kaskuska einen schmerzlichen Verlust. Aus Überzeugung und im Sinne Thomas Kaskuskas setzt das Alban Berg Quartett seine Konzerttätigkeit mit dessen Meisterschülerin Isabel Charisius fort. Dennoch haben sich die Musiker dazu entschlossen, 2008 - nach 37 Jahren Ensemblearbeit - in den Ruhestand zu gehen.
Von Beginn an haben Schallplattenaufnahmen für EMI Classics einen besonderen Platz in der Arbeit des international renommiertesten Kammermusik-Ensembles eingenommen. Gewürdigt wurde das Ergebnis dieser Arbeit nicht nur durch die breite Akzeptanz des Publikums, sondern auch durch die Verleihung von mehr als dreißig renommierten Schallplattenpreisen wie: Grand Prix du Disque, Japan Grand Prix, Deutscher Schallplattenpreis, Edison-Preis, First International Classical Award, Gramophone Award, ECHO Klassik 2000, 2001 & 2002 u.a.m. Viele dieser Aufnahmen genießen heute Referenz-Status.
Zu den Gesamteinspielungen der Quartette von Beethoven, Brahms, Berg, Webern und Bartók, der späten Quartette von Mozart und Schubert sowie Werken von Haydn, Dvorák, Schumann, Ravel, Debussy, Strawinsky, von Einem und Haubenstock-Ramati kommen etliche Live-Aufnahmen aus der Carnegie-Hall New York, der Queen Elizabeth Hall London, der Opéra Comique Paris und vor allem aus dem Wiener Konzerthaus. Hier wurde 1989 der Zyklus sämtlicher Streichquartette von Beethoven einige Jahre nach der Einspielung im Studio nochmals live im Rahmen der Wiener Festwochen auf CD, Video und DVD festgehalten. Live aufgenommen wurden darüber hinaus sowohl Werke von Lutoslawski, Berio, Schnittke, Urbanner, Rihm, (die meisten davon dem Alban Berg Quartett gewidmet) als auch die Quartette von Smetana und Janacek, die späten Streichquartette von Schubert, die Quartette op. 51 und op. 106 von Dvorák, die Quartette op. 12 und op. 13 von Mendelssohn, die Klavierquintette von Schumann (mit Ph. Entremont), Schubert und Brahms (mit E. Leonskaja) und Dvorák (mit R. Buchbinder), das Klarinettenquintett (mit S. Meyer) und das Streichquintett op. 111 von Brahms (mit H. Schlichtig), das Mozart Klavierquartett Es-Dur und das Klavierquintett KV 414 (mit A. Brendel) und zuletzt, ebenfalls live, "Tango Sensations" von Piazzolla und die Uraufführung von "Adieu Satie" von dem Wiener Komponisten Kurt Schwertsik (beide Werke mit P. A. Glorvigen, Bandoneon).
Als besondere Würdigung bedankt sich EMI Classics für die Treue seiner Exklusiv-Künstler mit der Veröffentlichung zweier Boxen, die noch einmal die wichtigsten Dokumente des Weltklasse-Ensembles zusammenfassen. Die mit dem sprechenden Titel "Hommage" versehene 5-CD-Box enthält praktisch Beispiele der gesamten Streichquartett-Literatur: von Haydn über Mozart zu Beethoven sowie bedeutende Werke der Romantik und Moderne bis zu Wolfgang Rihm. Die zweite Box "The 20th Century Masterpieces" (insgesamt 3 CDs) versammelt - wie der Titel schon sagt -mustergültige Aufnahmen des Alban Berg Quartetts mit Werken des 20. Jahrhunderts.
"Um nicht wehmütig zu werden", wie Günter Pichler es formuliert, wollen die Musiker ihr Abschlusskonzert nicht in Europa stattfinden lassen, sondern im weit entfernten Buenos Aires.
Stand: Dezember 2007
www.impresariat-simmenauer.de/albanberg.html

